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Uerdingen

Pressemitteilung von den Grünen vom 04.06.2008:

Bayer kauft Bahnflächen in Uerdingen

`Rheinblick´ wird immer unwahrscheinlicher

Eine massive Bedrohung für das Projekt Rheinblick sehen die Grünen in dem von Bayer getätigten Flächenkauf zwischen Hohenbudberger und Duisburger Straße. Wenn über diese Bahntrasse hunderte Tonnen Kohle pro Tag transportiert würden, seien alle Planungen für Rheinblick als hochwertiges Wohn- und Gewerbegebiet hinfällig. Auch die ursprünglich geplante Verschwenkung der Hohenbudberger Straße könne dann kaum noch realisiert werden.
"Es ist schon sehr interessant, dass Bayer diese von der Bahn nicht mehr benötigten Reserveflächen gekauft hat, zu einem stattlichen Preis, wie man hört. Wenn man die sonstige Zurückhaltung der Bahn beim Flächenverkauf betrachtet, muss sich das Bayer einiges kosten gelassen haben", erklärt der planungspolitische Sprecher Rolf Rundmund. "Die Motive von Bayer sind unschwer zu erraten. Entweder sollen die Flächen für einen eventuell notwendigen Kohletransport vom Uerdinger Hafen aus genutzt werden. Oder mit diesen Flächen soll Druck auf die Stadt ausgeübt werden, wenn `Rheinblick´ verwirklicht werden soll, nach dem Motto: Machst du mir mein Kraftwerk kaputt, mach´ ich Dir den Rheinblick platt."
Durch die Flächenankäufe von Bayer werde eine bessere Vernetzung der geplanten Wohn- und Gewerbebauung beim Projekt `Rheinblick´ massiv erschwert. Diese Planungen könnten jetzt von Bayer viel eher blockiert werden.
"Insgesamt drängt sich mir der Eindruck auf, dass Bayer versucht, immer stärkeren Druck auf die Stadt auszuüben, um das gewünschte Kohlekraftwerk zu bekommen. Klar ist, dass bereits jetzt die Verwirklichung des Projekts Rheinblick mit den absehbaren Zusatzbelastungen durch das geplante Kraftwerk im Konflikt steht", so Rundmund weiter. "Der Grundstückskauf von Bayer könnte ein weiterer Sargnagel für ein Krefelder `Highlight´ am Rhein sein."