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Presse-Information CBG vom 24.04.20

CBG unterstützt den internationalen Klimastreik

CBG fordert Nicht-Entlastung wegen 29 Prozent mehr CO2-Emissionen

BAYERs Kohlendioxid-Emissionen stiegen im Geschäftsjahr 2019 massiv an. Von 2,88 Millionen Tonnen auf 3,71 Millionen erhöhten sich die Werte. Darum reicht die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) zur Hauptversammlung des Konzerns am 28. April einen Gegenantrag ein, der die Nicht-Entlastung des Vorstands fordert.

Axel Köhler-Schnura/Gründungsvorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Der BAYER-Konzern ist und bleibt einer der weltweit großen Klima-Killer. Deshalb unterstützen wir nicht nur den weltweiten Klimastreik am 24. April, sondern fordern auch mit einem Klima-Gegenantrag zur Hauptversdammlung des BAYER-Konzerns am 28. April die Nicht-Entlastung des Vorstands.“

Natürlich zeigt die CBG auch Präsenz im Klimastreik und bei den Aktionen zur BAYER-Hauptversammlung sind Klima-AktivistInnen präsent.

Einen maßgeblichen Anteil an dem CO2-Zuwachs hat wie bereits 2018 die Glyphosat-Produktion am US-amerikanischen BAYER-Standort Soda Springs. Neben allem anderen ist das Pestizid nämlich auch ein veritabler Klima-Killer, denn die Gewinnung des Glyphosat-Vorprodukts Phosphor aus Phosporit erfordert einen enorm hohen Energie-Einsatz. Im jüngsten Geschäftsbericht heißt es dazu verklausuliert: „Mit dem akquirierten Agrargeschäft haben wir neben Standorten für die Saatgutproduktion u. a. auch eine Rohstoffgewinnung für die Herstellung von Pflanzenschutzmittel-Vorprodukten übernommen, mit der energie-intensive Auf- und Weiterverarbeitungen verbunden sind.“ Die CBG hat schon auf der letzten Hauptversammlung Maßnahmen in Soda Springs angemahnt, das Management unternahm jedoch nichts.

Und während der BAYER-Konzern das Klima durch seine Geschäftstätigkeit zunehmend schädigt, gibt er immer weniger Informationen darüber preis. So finden sich in seiner Umweltberichterstattung beispielsweise keinerlei Angaben mehr zu dem Anteil, den fossile Energie-Träger wie Kohle an seinem Strom-Mix haben.

„Als einen ‚Meilenstein des vergangenen Jahres bei BAYER’ hat der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann das ‚Thema Nachhaltigkeit’ bezeichnet. Angesichts der vorgelegten Zahlen wirken diese Worte wie blanker Hohn“, konstatiert CBG-Geschäftsführer Marius Stelzmann.

Damit nicht genug, sieht sich der Leverkusener Multi auch noch mit einer Klage konfrontiert. Er steht in Verdacht, die Umlagen, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz vorsieht, nicht ordnungsgemäß entrichtet und dem Staat so dringend zur Finanzierung der Energie-Wende benötigte Geld-Mittel vorenthalten zu haben. Netzbetreiber wie AMPRION werfen BAYER und anderen Unternehmen konkret vor, mit dem windigen Trick des „Scheibenpacht-Modells“ den Besitz eigener Kraftwerke vorgetäuscht zu haben, um widerrechtlich in den Genuss des Eigenstrom-Privilegs zu kommen. Im Windschatten von Corona versucht der „Verband der Chemischen Industrie“ gerade, die Firmen vor Rückzahlungen in Milliarden-Höhe zu bewahren und hat dafür laut Spiegel sogar schon einen Gesetz-Entwurf erarbeitet.

„Das alles zeigt, dass BAYERs Klima-Politik unter der Ägide des jetzigen Vorstandes unverantwortlich ist. Darum ist ihm am kommenden Dienstag die Entlastung zu verweigern“, so Stelzmann abschließend.

Pressekontakt
Jan Pehrke 0211/30 58 49